„Wer Gewalt sät – von Brandstiftern und Biedermännern“ & „Die Narbe – Der Anschlag in Rostock-Lichtenhagen“

– Wer Gewalt sät – von Brandstiftern und Biedermännern
– Die Narbe – Der Anschlag in Rostock-Lichtenhagen

Filmabend

Fr. 19.08.2022
19:00 Uhr, Kiezladen Kommune 65 (Twitter, Instagram)
Buttmannstr. 1a, 13357 Berlin

Org: Deutschland ist Brandstifter!

Wer Gewalt sät – von Brandstiftern und Biedermännern
(BRD / 1993 / 44 min / ARD)

Die Dokumentation lässt die Betroffenen des rassistischen Pogroms in Rostock-Lichtenhagen selbst zu Wort kommen. Der Film gibt zudem kritischen Soziolog*innen, Journalist*innen und politisch Aktiven aus Rostock Raum, anstatt das mediale Podium allein den politischen Scharfmacher*innen zu überlassen. „Wer Gewalt sät…“ thematisiert auch den Anschlag von Mölln sowie das Pogrom in Hoyerswerda und zeichnet nach, wie Medien, Konservative und Rechte, durch eine mehrjährige Kampagne den Weg hin zu brennenden Geflüchtetenunterkünften ebneten.

Die Narbe – Der Anschlag in Rostock-Lichtenhagen
(BRD / 2022 / 45 min / NDR)

Die Stärke der aktuell erschienenen NDR-Dokumentation über die Ereignisse 1992 in Lichtenhagen liegt vor allem in der Erzählperspektive von Betroffenen des Pogroms. Hung Qouc Nguyen kehrt mit einem ARD-Filmteam nach Lichtenhagen zurück. Erstmals redet er über sein Erleben des Pogroms und die Selbstrettung aus dem brennenden Haus am 24. August 1992. Interviewt werden außerdem die interkulturelle Beraterin Mai Phuong Kollath, die ebenso in Rostock als Vertragsarbeiterin arbeitete, Seyhmus Atay-Lichtermann, Vorsitzender des Rostocker Migrantenrats und Wolfgang Richter, ehemaliger Ausländerbeauftragter von Rostock. Er war ebenfalls zum Zeitpukt der Angriffe im „Sonnenblumenhaus“ eingeschlossen. (Mit kritischem Input.)